Die Wallenbrücker Barockorgel wurde 1624 erbaut, wahrscheinlich durch Ernst Bader. Bei einem Brand der Wallenbrücker Kirche (1650) wurde die Orgel wahrscheinlich auch beschädigt. Schon im 17. Jahrhundert hatte das Instrument zwei Manuale mit angehängtem Pedal. Seit spätestens 1659 hatte die Orgel im Hauptwerk 9 und im Brustwerk 5 Register.
1754/55 reparierte Christian Klausing aus Herford die Wallenbrücker Orgel und fügte sieben Töne und ein Register hinzu. Dieser Zustand mit einem Umfang von 48 Tönen und insgesamt 15 Registern ist für die Barockzeit am besten dokumentiert und eignet sich daher am besten als Grundlage für die Restaurierung der Wallenbrücker Barockorgel, die im Frühjahr 2026 abgeschlossen ist.
Der wertvolle Pfeifenbestand und die erstklassige Restaurierung durch die Fa. Ahrend bringen nun eines der ältesten Klangdenkmäler des Landes zu neuem Leben. Als ‚Friedensorgel‘ ist sie den Menschen bis heute ein lebendiges Hoffnungs- und Glaubenszeugnis.
Disposition
Hauptwerk
Principal 8′
Holflaut 8′
Quintatön 8′
Octav 4′
Sesquialter 3f B/D
Super-Octav 2′
Mixtur 4f
Cymbal 2f
Trompet 8′ B/D
Der jeweils tiefste Chor der Mixturen:
Sesquialter 2 ⅔‘
Mixtur 1 ⅓‘
Cymbal ½‘
Brustwerk
Gedackt 8‘
Gemshorn 4‘
Octav 2‘
Nasat 1 ⅓‘
Cymbal 2f
Crumhorn 8‘
Der tiefste Ton der Cymbel ist 1’
Die Barockorgel ist mitteltönig gestimmt mit 8 reinen Terzen (a=465 Hz) nach Praetorius. Tonumfang: 48 Töne (C,D – c3). Angehängtes Pedal C, D – c1. Schleifladen mit mechanischer Traktur, Sperrventil und Windauslass-Tremulant. Das Hauptwerk hat 720 Pfeifen in der Barockorgel, davon 214 aus der Barockzeit.
Das Brustwerk hat 336 Pfeifen, davon 44 aus der Barockzeit.









