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Lemgo St. Marien Schwalbennestorgel

Lemgo St. Marien, Schwalbennestorgel

Die Schwalbennestorgel in an der Ostwand des Nordschiffes der Lemgoer Marienkirche ist eine kostbare Rarität. Sie zählt zu den wenigen Orgeln der Renaissance, deren Gehäuse weitgehend erhalten ist. Sie ist außerdem eines der seltenen Instrumente mit Springladen, die vermutlich aus dem 17. Jahrhundert stammen. Das Instrument weist drei hohe Pfeifentürme auf, die von geschnitzten Gebälken bekrönt und durch Obelisken und Ranken verziert sind. Der hohe künstlerische Wert der Orgel, die dem Klangideal der deutschen Spätrenaissance entspricht, findet seinen Ausdruck im Festival mixTour. (www.mixtour-lemgo.de)

Die Orgel in ihrer jetzigen Gestalt ist unter Verwendung älterer Teile 1612/13 erbaut worden; der Orgelbauer war vermutlich Fritz Scherer aus Hamburg. Das Gehäuse geht auf die Gebrüder Slegel zurück, die zwischen 1586 und 1595 an der Orgel arbeiteten. Zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert erfolgten umfangreiche Reparaturen und Veränderungen. 1887 entstand auf der Westempore eine neue Orgel durch Ernst Klassmeyer, in die teilweise Pfeifenwerk der Schwalbennestorgel integriert wurde. Die anderen Register wurden ausgelagert und gingen später verloren. Nur die Prospektpfeifen blieben erhalten. Die farbige Fassung von Prospekt und Unterbau wurde 1912 abgebeizt. In den Jahren 1932/33 rekonstruierte Friedrich Klassmeier (Lemgo) unter Mitwirkung von Christhard Mahrenholz das Orgelwerk weitgehend in seiner ursprünglichen Form. Die Tafeln mit den Namen der Gefallenen des Ersten Weltkrieges wurden angebracht. 1950/61 erneuerte und erweiterte Paul Ott das Instrument auf drei Manuale und 27 Register.

In den Jahren 2009/10 wurde die alte Scherer-Orgel durch Rowan West rekonstruiert und auch die historische mitteltönige Stimmung wieder angelegt. Ausgangspunkt war der Zustand von 1613 mit zwei Manualen und 20 Registern. Seitdem verfügt die Schwalbennestorgel wieder über eine zweimanualige Anlage mit Ober-, Hauptwerk und Pedal. Vom Pfeifenwerk sind nur die Prospektpfeifen des Hauptwerks original. Die Rekonstruktion der fehlenden Teile orientierte sich vor allem an der Scherer-Orgel in Tangermünde und an niederländischen Instrumenten. (Quelle: Wikipedia)

Kirchengemeinde St. Marien
Stiftstraße 56 · 32657 Lemgo
Tel. (05261) 2007
www.marien-lemgo.de

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